Piloten von Ryanair kündigen zwei Streiks in einer Woche an

Piloten von Ryanair kündigen zwei Streiks in einer Woche an

Die Piloten und auch andere Mitarbeiter von Ryanair haben angekündigt, in der Ferienzeit zu streiken. Bereits im Juli hat es Streiks gegeben, die von irischen Piloten initiiert wurden (siehe: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ryanair-piloten-und-bordpersonal-kuendigen-streiks-in-ferienzeit-an-a-1216675.html). Nun müssen die Urlauber erneut mit Schwierigkeiten bei ihren Ferienflügen rechnen. Piloten fordern mehr Gehalt von Ryanair Die Fluglinie Ryanair bietet ihren Passagieren Top-Preise und

Die Piloten und auch andere Mitarbeiter von Ryanair haben angekündigt, in der Ferienzeit zu streiken. Bereits im Juli hat es Streiks gegeben, die von irischen Piloten initiiert wurden (siehe: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ryanair-piloten-und-bordpersonal-kuendigen-streiks-in-ferienzeit-an-a-1216675.html). Nun müssen die Urlauber erneut mit Schwierigkeiten bei ihren Ferienflügen rechnen.

Piloten fordern mehr Gehalt von Ryanair

Die Fluglinie Ryanair bietet ihren Passagieren Top-Preise und hatte lange Zeit keine oder nur wenige Probleme mit Streiks. In Deutschland gibt es 19 Flughäfen, die von Ryanair angeflogen werden. Zehn dieser Flughäfen sind gleichzeitig Heimatstation für die einzelnen Jets. Bei den rund 400 Piloten in Deutschland handelt es sich um etwa 10 % der Pilotenschaft von Ryanair.
Die Piloten, die in Deutschland für das irische Unternehmen tätig sind, haben sich kürzlich in einer Urabstimmung dazu entschlossen, in den Arbeitskampf zu gehen. 96 % der Piloten stimmten laut der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit für diese Entscheidung. Gefordert werden einerseits höhere Gehälter, andererseits eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Für den Streik bei der größten Billigfluglinie von Europa steht noch kein Termin fest. Die genauen Pläne zu den Maßnahmen sowie zu den Streiktagen wird Cockpit mit einem Tag Vorlaufzeit mitteilen. Ryanair hat von der Gewerkschaft eine Frist gesetzt bekommen, in der ein verhandelbares Angebot vorliegen soll. Diese Frist läuft am 6. August ab. Die Erläuterung zur weiteren Vorgehensweise ist für den 8. August geplant.

Kritikpunkte gegenüber Ryanair

Die Fluglinie wird unter anderem von den Tarifexperten kritisiert. Ingolf Schumacher, Fachmann bei VC, nimmt das Zeitspiel von Ryanair ins Visier. Schon im Januar gab es intensive Verhandlungen, bei denen sich die Fluggesellschaft jedoch uneinsichtig zeigte. Jetzt hofft man darauf, dass Ryanair das Ergebnis der Urabstimmung ernst nimmt und im Sinne aller Beteiligten die Wünsche der Gewerkschaften und der Angestellten respektiert. Ansonsten besteht dar Risiko, dass sich die Streiks auf andere Länder in Europa ausweiten. Schumacher spricht in diesem Zusammenhang von dem „Geisterfahrerkurs gegen alle Gewerkschaften“, den Ryanair beenden sollte (Quelle: https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/ryanair-deutsche-piloten-kuendigen-streik-an_aid-24137093).

Auswirkungen der Streiks

Inzwischen zeigen sich die Folgen der Streiks in verschiedenen Bereichen. Unter anderem wurde in Irland, Spanien und Portugal gestreikt, wovon auch einige deutsche Flüge betroffen waren. Der nächste Streiktag soll der 3. August sein. Nach dieser Ankündigung strich Ryanair 20 Flüge aus Irland.
Für die Passagiere bietet Ryanair die Möglichkeit, die Flüge kostenfrei umzubuchen oder bei Stornierung den Preis zu erstatten. Weitere Entschädigungsleistungen werden von dem Unternehmen jedoch abgelehnt. Hier bezieht sich Ryanair auf die außergewöhnlichen Umstände, die die Airline von der Zahlung entbinden. Auf den Portalen für Fluggastrechte steht dieser Punkt bereits in der Kritik.

Schwierigkeiten bei den Verhandlungen der Tarifverträge

Bei den Tarifverträgen für die Flugpiloten und Flugbegleiter finden die Verhandlungen immer auf der nationalen Ebene statt. Die Abstimmung der Gewerkschaften erfolgt jedoch europaweit. Das bedeutet, dass ein einheitlicher Gesamtrahmen aufgestellt werden muss, der sich beispielsweise auf die Beförderungen und Versetzungen bezieht. Nach der kompletten Ablehnung der Gewerkschaften bis 2017 erkannte Ryanair einzelne europäische Gruppierungen an, doch ein Tarifabschluss konnte noch nicht vereinbart werden.
Im Anschluss an einen dreitägigen Streik durch die irischen Flugpiloten kündigte Ryanair an, einige Flugzeuge sowie die damit gekoppelten Arbeitsplätze nach Polen auszulagern. Davon wären über 300 Mitarbeiter betroffen.

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