So berechnen Sie die Arbeitslosenquote

So berechnen Sie die Arbeitslosenquote

Jeden Monat wird die Arbeitslosenstatistik von der Bundesagentur für Arbeit neu herausgebracht. Die wichtigste Zahl, die die Statistik enthält, ist die Arbeitslosenquote. Sie gibt einen Einblick darüber, wie erfolgreich eine Volkswirtschaft ist. Laut dem Gabler Wirtschaftslexikon dient die Arbeitslosenstatistik dazu, den Status Quo zu erfassen, sie in den zeitlichen, räumlichen und sachlichen Bezug zu einander

Jeden Monat wird die Arbeitslosenstatistik von der Bundesagentur für Arbeit neu herausgebracht. Die wichtigste Zahl, die die Statistik enthält, ist die Arbeitslosenquote. Sie gibt einen Einblick darüber, wie erfolgreich eine Volkswirtschaft ist. Laut dem Gabler Wirtschaftslexikon dient die Arbeitslosenstatistik dazu, den Status Quo zu erfassen, sie in den zeitlichen, räumlichen und sachlichen Bezug zu einander zu setzen sowie darauf Erkenntnisse zu gewinnen, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Die Arbeitslosenquote in Deutschland ist derzeit so gering wie lange nicht mehr. Es werden immer mehr Arbeitsplätze geschaffen und die Menschen finden eine Beschäftigung. Doch das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die Zahlen nur halbe Wahrheit sprechen. Immer wieder werden die Definitionen geändert, wann ein Arbeitsloser als solcher zählt und in die Statistik einfließt. Die Berechnung berücksichtigt nur diejenigen, die laut Paragraph 16 des Sozialgesetzbuchs Empfänger von Leistungen sind.

Diese Gruppen werden in der Statistik nicht erfasst

Als arbeitslos werden in Deutschland die Bundesbürger eingestuft, die sich bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitslos gemeldet haben, auf der Suche nach einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit sind oder weniger als 15 Stunden pro Woche einer Tätigkeit nachgehen.

Doch daneben gibt es eine große Anzahl weiterer Personen, die keiner Arbeit nachgehen, einen Job suchen, aber dennoch nicht in der offiziellen Statistik erscheinen. Dabei handelt es sich um zwei Gruppen. In die ersten fallen die sogenannten Unterbeschäftigten. Es handelt sich um Personen, die

  • mindestens 58 Jahre als sind und Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beziehen oder
  • derzeit aufgrund einer Erkrankung nicht arbeiten können, aber auf absehbare Zeit wieder ins Berufsleben einsteigen können, oder
  • eine Maßnahme der aktive Arbeitsmarktpolitik besuchen.

Als eine solche Maßnahme zählen beispielsweise ein Weiterbildungskurs, ein Ein-Euro-Job oder ein Sprach-/ Integrationskurs.

Laut Zahlen von Spiegel Online handelte es sich zu Beginn des Jahres 2017 um eine Million Menschen, die wegen dieser Einstufung nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik berücksichtigt wurden.

Die zweite Personengruppe, die in der Statistik nicht berücksichtigt wird, ist die sogenannte stille Reserve. Dazu zählen Menschen, die bereit sind, eine Arbeit aufzunehmen, aber nicht als arbeitslos gemeldet sind. Das kann den Grund haben, dass sie keinen Anspruch auf eine Unterstützung haben und sich deswegen nicht bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet haben. Laut den Zahlen von Spiegel Online lag dieser Wert am Jahresanfang von 2017 bei etwa 134.000 Menschen.

Berücksichtigt man diese beiden Personengruppen waren in dem betrachteten Zeitraum nicht 2,76 Millionen Menschen arbeitslos, sondern fast vier Millionen Menschen.

Wie wird die Arbeitslosenquote berechnet?

Mit einer unkomplizierten Formel lässt sich die Arbeitslosenquote ermitteln. Dabei wird die Anzahl der registrierten Arbeitslosen durch die Summe der Anzahl zivilen Erwerbspersonen und die Anzahl der Anzahl der registrierten Arbeitslosen dividiert. Das Ergebnis wird anschließend mit dem Faktor 100 multipliziert. Daraus ergibt sich ein Prozentwert, der vereinfacht gesagt, darstellt, wie groß der Anteil der arbeitslos Gemeldeten an der Gesamtbevölkerung ist.

Als zivile Erwerbspersonen werden die Personen zusammengefasst, die entweder erwerbstätig oder arbeitslos sind.

Diese Rechnung ist international standardisiert und gilt damit in vielen Ländern als Grundlage, um die Arbeitslosenquote zu ermitteln. Die Definitionen, unter welchen Voraussetzungen eine Person als arbeitslos gilt, unterscheiden sich aber in den Ländern.

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